Einleitung

"Alles fließt." Zu dieser Einsicht gelangte der Philosoph Heraklit circa 500 v. Chr. durch Beobachtung der sich ständig wandelnden Natur. Er sah, dass sich alles verändert und nichts so bleibt wie es ist. Doch er sah auch, dass sich die Dinge in der Natur nicht zufällig, spontan verändern. Daher glaubte er an eine höhere Instanz, die all diese Veränderungen lenkt. Diese Instanz nannte er "Logos": Vernunft. Er glaubte an eine Art "Weltvernunft", die allen Veränderungen zugrunde liegt. Diese Weltvernunft ist nun das, was die moderne Wissenschaft zu verstehen versucht. In der modernen Wissenschaft geht es darum, die Entwicklungen in der Natur zu verstehen, indem man die zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten findet. Das gefundene Wissen wird meist in Form einer Theorie zusammengefasst. Eine der aktuellsten Theorien ist die Chaostheorie. Auch diese beschäftigt sich mit Entwicklung und zwar speziell mit der Entwicklung nichtlinearer Systeme. Diese Arbeit soll in die Mathematik einführen, die der Chaostheorie zugrunde liegt und die Bedeutung der Theorie für die moderne Wissenschaft verständlich machen.
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